Donnerstag, 31. Mai 2012

Kein Krimi von Chesterton: Pater Gänswein und das Rätsel der Briefe

Auf kath.net berichtet Paul Badde über die Enttarnung des "Vatileaks-Maulwurfs" im Vatikan: Nicht Gendarmerie oder Kardinalskollegium haben den Fall gelöst, sondern Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein:

"Die Aufdeckung verdankt der Papst aber offensichtlich nicht der Gendarmerie oder dem ermittelnden Kardinalskollegium, sondern seinem Privatsekretär Georg Gänswein, wie Fabio Tonacci am Mittwoch in einer plausiblen Rekonstruktion des Falles in der Zeitung „La Repubblica“ dargestellt hat. Auch den Privatsekretär hatte das Buch Nuzzis natürlich erschüttert. 
Fassungslos ließ es ihn dennoch nicht werden. Vielmehr stieß er bei seinem aufmerksamen Studium der zahllosen gestohlenen Briefe vom Tisch des Papstes hier auf ein vertrauliches Schreiben, das „mehr als alle anderen verriet“, wie Tonacci schreibt. Es war der undatierte Teil einer Bilanz der Stiftung „Joseph Ratzinger – Benedetto XVI“, die durchaus nicht komprimittierend war, jedoch über eine Besonderheit verfügte. 
Dieses Schriftstück sollte nach Kenntnisnahme durch den Papst sofort an Monsignor Giuseppe Scotti, den Präsidenten der Stiftung zurückgeschickt werden. Es war deshalb auch niemals im Staatssekretariat gelandet, wo eine große Anzahl von Mitarbeitern durch die Lecks bis dahin fast schon automatisch unter Generalverdacht geraten war. 
Dieses eine Dokument stammte nur und direkt vom Schreibtisch Georg Gänsweins. Die Entdeckung verengte das Netz um den Kreis der Verdächtigen mit einem Mal auf dramatische Weise. Dieses Papier konnte nur noch eine oder einer der engsten Mitarbeiter des Papstes entwendet, fotografiert oder gescannt haben. "


Eigentlich gehört ihm für eine solche Aufmerksamkeit ein Orden verliehen. Wenn nicht vom Vatikanstaat direkt, dann doch zumindest von der Blogoezese. Was meint ihr dazu?

1 Kommentar:

  1. Don Giorgio <3
    Ich wusste doch schon immer, dass er ein Held ist;)

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