Donnerstag, 24. Mai 2012

Wie geht es eigentlich Hans Küng?

"Warum will Hans Küng nicht Papst werden? Weil er sonst nicht mehr unfehlbar wäre."
Ein weit verbreiteter Witz, der eigentlich eine Sache übersieht: Hans Küng ist bereits zum Papst der empörten Massen geworden. Und bestimmt, was sein Kollege in Rom tun darf, was nicht und wann er sogar zum Häretiker wird.
So weit die Südwest Presse über den "alternativen Katholikentag".

Das Best of Hans:
"Mit einer solch skandalösen Entscheidung [Aufnahme der Piusbrüder in die Kirchengemeinschaft] würde sich Papst Benedikt in seiner allseits beklagten Abgehobenheit noch mehr vom Gottesvolk entfernen. Ihm sollte die klassische Lehre vom Schisma eine Warnung sein. Ihr zufolge geschieht eine Spaltung der Kirche, wenn man sich vom Papst trennt, aber auch wenn man sich vom übrigen Leib der Kirche trennt. "So könnte auch der Papst zum Schismatiker werden, wenn er nicht mit dem ganzen Leib der Kirche die geschuldete Einheit und Verbundenheit halten will." (Francisco Suarez, maßgebender spanischer Theologe des 16./17. Jh.)."
"Ein schismatischer Papst verliert gemäß derselben Kirchenrechtslehre sein Amt. Zumindest kann er nicht auf Gehorsam rechnen."
"Für das schwere Zerwürfnis und den Unfrieden, den er damit in die Kirche hineintrüge, hätte er allein die Verantwortung."
"Statt sich mit den ultrakonservativen, antidemokratischen und antisemitischen Piusbrüdern zu versöhnen, sollte sich der Papst lieber um die reformbereite Mehrheit der Katholiken und um die Versöhnung mit den Kirchen der Reformation und der ganzen Ökumene kümmern. So würde er einen, nicht spalten."


Eigentlich war er damals ja gegen einen Ausschluss der Piusse.
Ach ja. Was manche Leute so tun, wenn sie eigentlich mit dem einen Fuß außerhalb der Kirche stehen ...

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