Donnerstag, 14. Juni 2012

BMW, Aischa und das Kamel

Irgendwie existieren sie schon seit Jahren in Deutschland, sind aber nie richtig aufgefallen. Jetzt aber schon. Die Salafisten.
Neben der Missionsaktion "Lies!" auch wegen diverser Geldverschwendungen, die zu Lasten des Steuerzahlers fallen, wie auf der Achse des Guten berichtet wird:

"Zusätzlich erhielt die fünfköpfige Familie etwa 1000 Euro für die Grundsicherung sowie 450 Euro Kindergeld. Insgesamt wurde der Salafistenprediger damit monatlich mit etwa 2300 Euro vom deutschen Staat unterstützt. Der Fall Nagie und dessen staatliche Unterstützung hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, nachdem er sich wiederholt mit luxuriösen Autos gezeigt hatte. So lieferte der als Hassprediger geltende Mann den Koran wahlweise in einem BMW X 3 oder einem Mercedes der E-Klasse an, damit die Bücher für sein Projekt „Lies! Im Namen Deines Herren!“ verschenkt werden konnten… Nagie hatte bei Gesprächen mit seinen Sachbearbeitern bei der Arbeitsagentur mehrfach darauf hingewiesen, dass er wegen seiner Missionierungstätigkeit keiner geregelten Arbeit nachgehen könne. "

Und die Gegenleistung? Na ja, als Juristen eignen sie sich auch nicht gerade. Selbst nach arabischen Standards:


" [...] Freilich geraten die Salafisten zuweilen in ein Dilemma, nämlich dann, wenn sich die religiösen Instanzen widersprechen. Auch hierzu äußert sich Malik: „Auch Salafisten können zu eigenen Schlüssen kommen. Ja, es gibt eine starke Abhängigkeit von den Religionsgelehrten. Das heißt aber nicht, dass wir nicht die Verhältnisse zum Beispiel in Saudi-Arabien kritisieren. Warum darf eine Frau dort nicht Auto fahren, wenn Aischa, die Ehefrau des Propheten, auf einem Kamel geritten ist? Für mich passt das nicht zusammen.“
Aha, das heißt also im Umkehrschluss: Wenn Aischa nicht auf einem Kamel geritten wäre, sprächen Salafisten den Frauen auch nicht das Recht zu, Auto fahren zu dürfen. Die Gewährung von Rechten ist an den Inhalt des Korans geknüpft. Der religiöse Text bzw. seine Auslegung soll das Leben der Menschen regeln. Offensichtlich erkennen Verfechter eines dogmatischen Islams wie die Salafisten nur das an, was sich theologisch begründen lässt – auch wenn der strittige Sachverhalt eigentlich gar nichts mit Religion oder Theologie zu tun hat. Daher erklärt der Salafist: „Es fehlt an Bildung, da stimme ich zu, aber auch an religiöser Bildung.“ Das „aber auch“ könnte man getrost durch ein „und zwar“ ersetzen; wenn Religionsgelehrte entscheiden sollen, ob Frauen Auto fahren dürfen oder ob gegen Homosexuelle die Todesstrafe verhängt wird, dann kann man allen potentiell betroffenen Menschen nur ein gerüttelt Maß an religiöser Bildung wünschen – zu ihrem eigenen Schutz. [...]"
(Autor: Oliver Grote)


Erinnert teilweise stark an die britische Terroristenkomödie "Four Lions" ("Du kannst doch keine Diskussion gewinnen, nur weil du recht hast!"). Abgesehen von den teilweise sehr heftigen Schimpfwörtern (pakistanisch, wahrscheinlich ist der Film deswegen erst ab 16 freigegeben) ist der Film wirklich sehr zu empfehlen, da man sich mit dem Thema der Radikalisierung nicht nur sehr humoristisch, sondern an vielen Stellen ernsthaft auseinandersetzt, dass dem Thema "islamischer Terrorismus" der weit verbreitete mediale  Nimbus des Unaussprechbaren und des Undiskutierbaren genommen wird.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen