Freitag, 15. Juni 2012

Ein Narrenschiff ist noch lange nicht genug!

Dem hätte Sebastian Brant auch zugestimmt. Nicht nur bei uns gibt es Blödsinn ohne EndeJosef Bordat fand eine ziemlich bizarre Geschichte über die niederländische Reality-TV-Show "Anwalt des Teufels" ("Advokaat van de Duivel"):


"Am Tag nach dem Holland-Spiel soll der Blick kurz in unser westliches Nachbarland gehen. Dort, so fand ich bei Recherchen heraus (ich suchte Informationen über den holländischen Fußballtrainer Dick Advokaat), gibt (oder gab) es eine „Reality-TV-Show“ mit dem Titel Advokaat van de Duivel („Anwalt des Teufels“), in der 2009 eine „Bürger-Jury“ Papst Benedikt XVI. für „schuldig“ befand – diesmal am Tod von „Millionen AIDS-Kranken“; die Süddeutsche Zeitungberichtete.

Der Verteidiger Benedikts (also: der „Anwalt des Teufels“ [sic!]) konnte die „Bürger-Jury“ nicht von der Unschuld des Papstes überzeugen, obwohl er darauf verwies, „dass die katholische Kirche Aidskranken helfe und sich gegen deren Stigmatisierung ausspreche“ und „auch einige Wissenschaftler [warnten], dass ständige Aufforderungen zum Kondomgebrauch Menschen indirekt zu riskanten Sexpraktiken ermunterten“. [...]

[...] Da passt es freilich gut ins Bild, dass im gleichen „TV-Gericht“ eine Woche zuvor Osama Bin Laden von einer „Bürger-Jury“ freigesprochen wurde. Der „Anwalt des Teufels“ hatte ganze Arbeit geleistet."


Aber immerhin schön, dass sich der Teufel in den Niederlanden noch aufhalten darf. In Großbritannien hat er dagegen Hausverbot.

Hoffen wir mal, dass man keinen Yachthafen baut...

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