Samstag, 23. Juni 2012

"Grüne Gehirnwäsche macht aus Kindern Öko-Spione" von Maxeiner und Miersch

Wie der Gipfel von Rio zeigt, bekommt das Klimathema immer mehr Konkurrenz durch andere dringlichere Weltprobleme. Der öko-industrielle Komplex kämpft heftig um Aufmerksamkeit. Eine zunehmende Rolle spielt dabei der Einsatz von Kindern. Kurz bevor „Gottschalk live“ abgesetzt wurde, hatte dort beispielsweise der 14jährige Felix einen großen Auftritt. Felix, Sohn eines Funktionsträgers des Club of Rome, pflanzt Bäume „weil die Erwachsenen so viel CO2 in die Luft pusten“.

Felix ist so eine Art Öko-Kinderstar, der sogar schon vor der UN-Vollversammlung sprechen durfte. Nun ist Bäume pflanzen keine schlechte Sache und doch hat dieser Fernsehauftritt, den jedermann bei Youtube anschauen kann, etwas Verstörendes. Wie eine aufgezogene Puppe rattert Felix seine einstudierten Botschaften herunter und gestikuliert dabei so gekonnt mit den Händen, als sei er gerade einem Rhetorikkurs für Politiker entsprungen. Nichts an diesem Auftritt wirkt echt.

Dazu passt die Werbung für ein neues Buch für Erzieher und Lehrer, die uns aus dem Oekom-Verlag erreichte. Titel: „Wie wollen wir leben? Kinder philosophieren über Nachhaltigkeit“. Da die große Mehrheit der deutschen Erwachsenen keinen Schimmer hat, was Nachhaltigkeit eigentlich sein soll (und es ihr bislang auch niemand erklären konnte), ist es natürlich höchste Zeit, dass Kinder mit ihren Lehrern darüber philosophieren.

Noch einen Schritt weiter ist man in den Sealife-Aquarien. Dort wird Fünfjährigen Propaganda-Material der „Whale and Dolphin Conservation Society“ in die Hände gedrückt. Sie sollen sich als „Walfang-Dedektive“ und „Spione“ verdingen, den Erwachsenen nachschnüffeln und melden, ob und wo Mama, Papa, Opa oder Oma isländischen Fisch gekauft haben. Die Isländer, so wird suggeriert sind nämlich fiese Walmörder. Eine sachliche Begründung für den subtilen Boykott-Aufruf gibt es mit keinem Wort. Was auch schwer fallen würde, die Quote für Fin- und Zwergwale ist so minimal, dass die Bestände der Meeressäuger in isländischen Gewässern immer weiter anwachsen.

Dies sind nur drei Beispiele von Hunderten wie in Deutschland Kinder mittlerweile einer grünen Gehirnwäsche unterzogen werden. Diese Art von Indoktrination ist das Gegenteil von einer Erziehung zum selbstständigen und kritischen Denken. In George Orwells „1984“ hieß die Kinderorganisation übrigens ebenfalls „Spione“.
[Quelle: Welt.de]

Schon bei der Satire-Doku "Entweder Broder" mit Henryk M. Broder und Hamed Abdel-Samad hat man sich mit der Frage nach einer totalitären Ausrichtung der Ökobewegung (von vielen inzwischen "Ökofaschismus" genannt) auseinandergesetzt (die Stelle mit den Kindern kommt ab 22:30).


Die beste Stelle ist 26:37. Jetzt mal ganz ehrlich: Hat jemand von euch auch nur ein Wort verstanden?

Eine gute Ergänzung ist auch die Vierte Folge. Ab 5:00 geht es nach Vaubaun in Freiburg/Breisgau, der "Hauptstadt der Esoterik-Bewegung in Deutschland".


Kommentare:

  1. Die Früherziehung zur "Kinderstasi" ist auch der wichtigste Grund, warum man die Kleinkinder schon unter staatliche Kontrolle bekommen will.
    http://beiboot-petri.blogspot.de/2012/06/weil-es-das-dem-staat-wert-ist.html

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  2. Upps, die Folge mit dem Besuch bei der hiesigen Ökostasi war mir bislang immer durch die Lappen gegangen. Zum Glück wohne ich nicht dort; im Sommer schlafe ich gerne bei offenem Fenster, und das nicht nur der Frischluft wegen.

    Als sich vor einiger Zeit in unmittelbarer Nachbarschaft ein linkes Wagenburgprojekt breit machte, wurde das von den Bewohnern natürlich begrüßt. So nach und nach fanden das aber nicht mehr alle ganz so toll ;-)

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