Freitag, 15. Juni 2012

"pro multis": Weihbischof Eleganti fasst kurz

Gefunden auf kath.net:

"[...] Nachdem die grossen Sprachfamilien der Welt die Einsetzungsworte Jesu, wie sie während der eucharistischen Wandlung gesprochen werden, dem biblischen Urtext gemäss bereits im Sinne der Forderung des Papstes revidiert haben, ziehen nun auch die deutschsprachigen Länder nach. Darin spiegelt sich die Einheit der Kirche in einem für das Leben der Kirche hochbedeutsamen Wort des Lebens wieder.

Nach dem Zeugnis der Schrift ist Jesus für alle Menschen gestorben. Daran gibt es keine Zweifel (Röm 8,32; 2 Kor 5,14; 1 Tim 2,6). Aufgrund dieses eindeutigen Zeugnisses wurde bei der Entwicklung einer deutschen Liturgiesprache der Interpretation des Kelchwortes Jesu im Sinne des "für alle" den Vorzug gegeben gegenüber einer wörtlichen Übersetzung des "für viele". Anlass zu einer sinngemässen Katechese, die Missverständnisse in beide Richtungen vorbeugt, geben beide Varianten:

1. Zu vermeiden ist die irrige Ansicht, dass Jesus nicht für alle gestorben sei, sondern nur für eine auserlesene Schar;
2. Zu vermeiden ist die irrige Ansicht, als ob alle Menschen ohne ihre eigene freie Zustimmung allein aufgrund des Sühnetodes Jesu für alle gerettet würden.

Im Gegensatz dazu halten wir fest:

1. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen (1 Tim 2,4); Jesus ist für alle Menschen gestorben (2 Kor 5,14).
2. Die hl. Eucharistie kann im Laufe der Geschichte nicht alle Menschen erreichen, die Gott zum Heile ruft, sondern nur viele von ihnen. [...]"



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