Samstag, 9. Juni 2012

Tier des Jahres 2012: Die Atherosklerose-Maus

Bin bei meiner Zeitungslektüre in der "Jungen Freiheit" zufällig auf den Artikel "An Aterienverkalkung ist noch keine gestorben" von Richard Stoltz gestoßen:

"Einfälle muss man haben. Der Bundesverband für Tierrechte hat die sogenannte Atherosklerose-Maus zum Tier des Jahres 2012 erklärt. Die Pionte dabei: Die Atherosklerose-Maus gibt es nicht, jedenfalls nicht in freier Wildbahn und nicht einmal in unseren Kellern oder auf unseren Hausböden. Die Atherosklerose-Maus, manchmal auch AS-Maus genannt, existiert nur in den Forschungslaboratorien unserer biotechnischen Versuchsanstalten.

Biologen haben sie schon vor vielen Jahren erschaffen, indem sie die Genstruktur einiger normaler Hausmäuse verändert. Man wollte damit der Atherosklerose (Arterienverkalkung) experimentell au die Schliche kommen, einer bekanntlich beim Mensch sehr schlimmen Krankheit.
Einige der Hausmäuse wurden also mit skleroseverdächtigen Genen geimpft, lebten danach aber munter weiter und vererbten die neuen Gene auch. Inzwischen gibt es viele Stämme und Unterarten, die mitteleuropäische AS-Maus, die japanische, die amerikanische. Man experimentiert fleißig mit ihnen herum, und sie sterben reihenweise bei allen möglichen Versuchen. Nur an Arterienverkalkung ist noch keine gestorben. Wirklich, die AS-Maus verdient endlich ein Denkmal, eine öffentliche Würdigung, da haben die Tierschützer völlig recht.

Was diese so sehr empört, ist der Umstand, dass das Forschen mit der AS-Maus - bisher jedenfalls - nicht das geringste Ergebnis gebracht hat, weder bei der Atherosklerose noch bei anderen Krankheiten, so dass man kein Medikament oder oder sonst eine Therapie daraus entwickeln konnte. Mit einem Wort: Die AS-Maus war eine wissenschaftliche Pleite.
Die Forderung der Tierschützer folglich: Lasst die Atherosklerose-Maus frei! Für bloße Spielereien ist selbst das Leben einer künstlich erschaffenen Labormaus nicht gemacht.
Gut gebrüllt, Löwe! Nur, was würde passieren, wenn die resistente AS-Maus sich in freier Natur zu einem schlimmen Schädling entwickelte? Dann doch besser ewige Untersuchungshaft."


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