Montag, 23. Juli 2012

Auszug aus der Urlaubslektüre: "Autobiographie" von G. K. Chesterton

Ein Satz, der vielleicht einige "historisch-kritische Exegeten" auf die Palme bringen dürfte:

"In blinder Leichtgläubigkeit, wie ich es gewohnt bin, beuge ich mich der reinen Autorität und der Tradition der Älteren, und abergläubisch schlucke ich eine Geschichte, die ich seinerzeit nicht durch das Experiment des persönlichen Urteils nachprüfen konnte: ich bin der festen Überzeugung, dass ich am 29. Mai 1874 zu Campen Hill in Kensington [London] geboren bin und dass ich getauft wurde nach dem Ritual der englischen Staatskirche in der kleinen Sankt-Georgs-Kirche gegenüber dem großen Wasserturm, der jenen Bergrücken beherrschte. Ich lege der Beziehung der beiden Gebäude keinerlei Bedeutung bei und weise Behauptungen zurück, dass diese Kirche gewählt wurde, weil es der ganzen Wasserkraft von Westlondon bedurfte, um mich in einen Christen umzuwandeln. [...]"



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