Samstag, 21. Juli 2012

Kein Witz! Leider...

Kann als Nachtrag verstanden werden: Invenimus Messiam berichtet von den neuesten Thesen des Fundamentaltheologen Magnus Striet:

"[...] Davon abgesehen, dass er bei dieser Gelegenheit die Ansicht vertrat, Sündigen könne nur, wer von Gott wisse und darum sei das Sündigen ein "Geschenk Gottes", versteigt er sich doch tatsächlich zu der Aussage, Christus sei nicht für unsere Sünden, sondern für die Schuld Gottes an seiner Schöpfung gestorben.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

»Gott leistet in der Menschwerdung die Satisfaktion für seine eigene Schöpfungstat, indem er sich als Sohn das zumutet, was er allen Menschen zumutet: Ein Leben, das nicht nur voller Schönheit und Lust sein kann, sondern auch ungeheure Abgründe bereithält. Wenn man so will, sühnt Gott sein riskantes Schöpfungswerk [...].«

Siehe auch in der Einleitung:

»Auch ich [...] lehne die Kreuzigung ab, lehne jede Gewalt an Menschen ab, und zwar unbedingt. Deshalb kann der grausame Foltertod Jesu in meinen Augen, wenn überhaupt, nur mittelbar einen Sinn haben.«

Nun ist es bemerkenswert, dass ausgerechnet dieser Kerl seit einiger zeit allerlei Fördermittel zugeschanzt bekommt und immer mehr Bibliotheksraum zu seinem privaten Spielplatz umgestaltet... oder auch nicht: Er regt auf, er macht sich einen Namen, er tritt hervor... oder doch nicht? Ein echter Promi! Was für ein glänzender Ritter des Schwachsinns. [...]"



Der Mann ist PROF an der theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Breisgau. Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen...

"Kreuzigung? Na, selber schuld!"

Kommentare:

  1. Das Doofe is, dass man mit ihm auch nicht diskutieren kann... er labert dich dann (Thema egal) so lange mit Heidegger zu, bis du freiwillig dein Erbrochenes aufwischst und gehst...
    Richtig rührend is immer die Riege der Graumelierten (aka Gasthörer) in den vorderen Reihen, von denen man spontan denken muss, sie hätten das Synkronnicken (v.a. dann, wenn Herr Striet mal wieder über den Papst oder die "mittelalterliche" lehre der Kirche herzieht) vorher geübt. Es klingt nach Klischee, ist aber absolut real!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Heidegger an sich ist schon vom Stil her grausam. Dass an der Freiburger Uni so ein Kult um ihn gemacht wird, obwohl ja immer auf seine Nähe zur NSDAP hingewiesen wird, verstehe ich bis heute nicht. Wenn er dann noch mit Karl Rahner vermischt wird, geht dann erst so richtig die Post ab...

      Löschen