Dienstag, 7. August 2012

Aus aktuellem Anlass: "Wenn vor der Warnung gewarnt werden muss" von P. Martin Lugmayr FSSP

Dass es wieder einmal eine "Botschaft Gottes" gibt, vor der wieder einmal wegen starkem Verdacht auf Irreführung bzw. Betrug gewarnt werden muss, habe ich erst heute in einem Artikel von Pater Lugmeyr FSSP im Stuttgarter Rundbrief der Petrusbruderschaft erfahren, vor der auch das kirchliche Amtsblatt Rottenburg-Stuttgart gewarnt hat:

"Seit dem 1. März 2011 werden vor allem über das Internet angebliche Botschaften verbreitet, die unter dem Stichwort "Die Warnung" falsche Lehren über Gott, seine Heilsbotschaft und die Kirche verbreiten und zur Verwirrung der Menschen beitragen. So wird ein Ereignis vorhergesagt, das alle Menschen auf Erden über 7 Jahren betrifft, eine Erleuchtung des Gewissens, sodass ihr Seelenzustand ihnen ganz klar vor Augen steht und sie sich entweder für oder gegen Gott entscheiden sollen. Doch dieses Ereignis wird so schockierend sein, dass viele sterben und sich nicht mehr für Gott entscheiden können und verloren gehen. Daher sollen die Botschaften über die Warnung verbreitet werden, es soll vor der Warnung gewarnt werden: "Je mehr Menschen hinsichtlich dieses Ereignisses vorher gewarnt werden, desto mehr Seelen werden gerettet werden. Betet, betet Meinen Barmherzigkeitsrosenkranz für jene Seelen, welche während "Der Warnung" sterben werden" (31. Mai 2011). Da ist doch eine völlig falsche Vorstellung von Gott! Selbst wenn Gott den Menschen solch eine innere Erleuchtung schenken sollte, dann doch nicht, um sie zugleich sterben zu lassen - ohne Möglichkeit einer Umkehr.
Bereits im Alten Testament lesen wir: "Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der HERR, nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt?" (Ez 18,23). Und im Neuen Testament: "Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen" (1Tim 2,4). Gott will nicht, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren" (2Pet 3,9). Daher will auch Gott in den Strafgerichten unser Heil (vgl. 1Kor 11,32).
In den "Botschaften" wird auch behauptet: "Papst Benedikt XVI. ist der letzte wahre Papst auf dieser Erde". Sein Nachfolger "mag von Mitgliedern innerhalb der katholischen Kirche gewählt werden, ber er wird der Falsche Prophet sein" (12.4.2012). "Der Falsche Prophet wird nicht nur die Führung über die katholische Kirche übernehmen, er wird auch über alle (anderen) christliche Kirchen bestimmen, die er zu einer einzigen verschmelzen wird" (10.6.2012).
Diese Irrtümer sind unvereinbar mit der Lehre über die Unzerstörbarkeit der Kirche vgl. Mt. 16,18f; 1Tim 3,15). Das Erste Vatikanische Konzil lehrt eindeutig: "Was aber der Fürst der Hirte und große Hirt der Schafe, der Herr Jesus Christus, im seligen Apostel Petrus zum ewigen Heil und immerwährenden Wohl der Kirche eingesetzt hat, da muss auf sein Geheiß hin in der Kirche, die, gegründet auf dem Felsen, bis zum Ende der Zeiten sicher stehen wird, beständig fortdauern" (DS 3056).
Vor den "Botschaften", die unter dem Sammelbegriff "Die Warnung" verbreitet werden, muss also tatsächlcih gewarnt werden: weil sie offensichtliche Irrtümer enthalten!"

Zitiert wird auch die Warnung des Amtsblattes des Bistums Rottenburg-Stuttgart 2012 (Nr. 7, 15.06.2012, Seite 197):

"[...] "Die Warnung" kann ohne Korrektur durch christliche Glaubensüberzeugungen nicht allgemein verbreitet werden. Das christliche Zeugnis der unzähligen "Botschaften" ist ungenügend und verdunkelt den Glauben mehr als ihn zu stärken.

Um keinen falschen Eindruck von unserem Glauben zu vermitteln, darf keine öffentliche Werbung für die so genannte "Warnung" im Namen einer kirchlichen Einrichtung betrieben werden."

Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt für die offensichtliche Irreleitung durch diese "Botschaften" sind klare Ablehnungen berechtigter kirchlicher Kritik, die auf oben angegebener Homepage veröffentlicht wurden und alle, die diese Kritik betreiben, unter den Generalverdacht der Kirchenfeindlichkeit stellen.

1 Kommentar:

  1. Wie er erschröcklicht feststellen muß, gibt es in meinem Freiburger Postleitzahlenbezirk noch keinen Gebetskreis. Gleich morgen werde ich einen (upps, sorry, gerade kommt ein Vision ... aha, ähm, echt? ok, klar, öhh, Danke, Amen ... so, da bin ich wieder) gründen!

    Wie ich gerade aus verlässlicher Quelle von der hl. Margotkaesiamanna erfahren habe, wird alles gut: Wir erhalten demnächst "ein Geschenk Gottes" ... seien wir gespannt!

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