Sonntag, 26. August 2012

Drei Zitate zum Thema "Islam und der Westen"

Zu Thema Islam und dessen Wahrnehmung wird zur Zeit viel geredet. Vor allem wie tolerant er sein soll. Das geht von wissenschaftlichen Fortschritten, die der Westen den Muslimen zu verdanken habe (auch wenn viele dieser Fortschritte schon lange nicht mehr existieren) bis zu eher subjektiv einseitigen Wahrnehmungen. Eine Konvertitin berichtet (gefunden via Achse des Guten):

[...] Die Welt: Sie schreiben "für Sex gibt´s bei uns Punkte", warum ist Ihnen dieses Thema wichtig?

Anja Hilscher: Letztlich geht es in diesem Kapitel um den Stellenwert der ganzen Natur im Isalm - einschließlich der menschlichen. Die sexuellen Bedürfnisse des Menschen sind etwas Reines, Tolles, mit der man sich sogar Gott annähern kann. Im christlichen Abendland, besonders im Mittelalter war die Sexualität etwas sehr negatives und Sündiges. Das fällt im Islam weg. Im Rahmen der Ehe ist Sexualität eine gute Sache. Es gibt eine Überlieferung, dass eine Frau zum Propheten Mohammed kommt und sich über die Impotenz ihres Mannes beschwert, so offen wurde darüber geredet. das ist einer der Aspekte des Islams, die ganz grundlegend, aber praktisch unbekannt sind - deswegen fand ich das Thema wichtig. [...]

Von einem ganz anderen Thema berichtet der SPIEGEL vom 20.8.2012. Özlem Geser interviewte einen ehemaligen "Jäger", der gezielt Jugendliche für einen radikalen Islam anwarb. Djamal selbst, mit dem das Interview geführt wird, hat vor seinen Einstieg in die Islamistenszene sich intensiv mit der Philosophie von Kant und Nietzsche beschäftigt. Was ihn jedoch nicht vor der Überredungskünste der Islamisten schützte und ihn selbst zu solch einem machte:

"[...]Die Fänger der Hizb ut-Tahrir sind jung, gebildet, und vor allem sind sie rhetorisch stark.
Es war die Zeit, als Djamal in der Bibel und in der Tora nach "Fehlern" suchte, wie er es nannte. Er lernte Koransuren auswendig. Seine einzige Regel war, dass er allwissend wirken musste. Er durfte nicht verlieren gegen die Ungläubigen. [...]
"Die Deutschen haben kein religiöses Fundament, philosophieren aber gern rum", sagt Djamal. "Ich sehe Gott nicht, dann existiert er nicht", das sei ihr häufigstes Argument. Dann kam ihnen Djamal mit Immanuel Kant und dessen Erkenntnissen über die Beschränktheit des Menschen. "Du musst nur kreativ sein, dann kannst du ihnen alles erzählen."
Seine Zuhörer, Jungs zwischen 15 und 25 Jahren, waren damals gebannt, auch wenn sie die Hälfte nicht verstanden, das gehört zum Prinzip. Djamals Worte klangen nach Wissen, Nach Richtung, nach Sinn. [...]"

Dass im Christentum selbst alles gegen solche Auswüchse enthalten ist, wird entweder gerne übersehen oder weggeredet. Dabei gibt es viele Muslime, die einen Unterschied zum Islam sofort erkennen (Quelle: Portal zur katholischen Geisteswelt vom 20. August aus einem Artikel ):

“Es ist wirklich beeindruckend im Christentum, wie sehr der Glaube das Leben zwischen den Menschen bestimmt. Im Islam kommt der andere Mensch erst an fünfter Stelle. Im Christentum steht die Nächstenliebe gleich neben der Liebe zu Gott. Diese Radikalität der Liebe ist imponierend."

Ein muslimischer Schüler aus Bergkamen, der den evangelischen Religionsunterricht besuchte (Idea Spektrum vom 18. Juli 2012, S. 38).




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