Freitag, 17. August 2012

"Er hat “Oops” gesagt!" von Claudio Casula

Dass Journalismus nicht immer neutral ist, zeigt Claudio Casula auf der Achse des Guten, wenn er die Darstellungsweise von Barack Obama und Mitt Romney im SPIEGEL analysiert:


"[...] (Obama hält eine Rede, Publikum jubelt)
“Unglaublich, wie es Barack Obama nach all den Rückschlägen immer wieder schafft, dass ihm die Herzen der Massen zufliegen. Die Herzen der Minijobber mit der McDonald’s-Mütze ebenso wie die der Farmer in Illinois und der Büroangestellten in Boston. Die Partei weiß, was sie an ihm hat, und demonstriert beeindruckende Geschlossenheit.”

(Romney hält eine Rede, Publikum jubelt)
“Dass sich die Veranstaltung auf dem Niveau eines Kindergeburtstags bewegt, scheint den anspruchslosen Romney nicht zu stören. Das Klatschvieh goutiert noch jede Ungeheuerlichkeit des republikanischen Parteiprogramms: Empfindliche Strafen für Kapitalverbrecher, Unterstützung für Israel, keine vollständige Entwaffnung der US-Streitkräfte. Bei seinem Publikum kann Romney mit dieser harten Linie punkten. Wie besinnungslos jubeln sie ihm zu, Kritik ist diesen Herdentieren fremd. Man fühlt sich an einen Parteitag der KPdSU erinnert.”


(Obama spricht fehlerfrei)
“Wieder einmal demonstriert Obama, dass er ein begnadeter Rhetoriker ist, gegen den sich selbst Cicero ausnimmt wie ein lallender Dorftrottel.”

(Romney spricht fehlerfrei)
“Gewiss, er leistet sich keine allzu peinlichen Aussetzer wie seine Parteikollegen, aber der aalglatte Multimillionär spult einen seelenlosen Text ab. Nicht nur das Publikum fragt sich: Ist das ein Mensch oder ein Roboter?”


(Obama verhaspelt sich)
“Einmal passiert es doch, dem sympathischen Menschenfischer unterläuft ein “ääh”, doch dieser kleine Lapsus ist eine lässliche Sünde, die er spontan mit einer selbstironischen Bemerkung für sich zu nutzen weiß. Und seine Zuhörer wissen: Er ist einer von uns, ein Mensch mit kleinen Schwächen, zu denen er steht. Er kann sich das leisten, denn schon in der Schule und auf der Universität stellte er mit stets glänzenden Noten unter Beweis, zu welch exzellenten Leistungen er fähig ist.”

(Romney verhaspelt sich)
“Es kommt, wie es kommen musste: Romney fügt der endlosen Reihe von republikanischen Patzern und Peinlichkeiten ein weiteres unrühmliches Kapitel hinzu. “Ääääähm…” Lähmendes Entsetzen unter seinen Anhängern, die Präsidentschaft kann der grenzdebile Senior jetzt endgültig vergessen. Schon spitzen die amerikanischen Kollegen die Bleistifte, um ihre vernichtenden Kommentare zu verfassen. Aber mal ehrlich: Wer wird Romney vermissen, den Karriereristen, der mit seinen Bestnoten in der Schule und an der Universität jeden Tag demonstrierte, was für ein schleimiger Streber er war?” [...]


Obama droht Iran mit Militäreinsatz)
“Gewiss, er ist Friedensnobelpreisträger, aber er hat nie ausgeschlossen, dass er im äußersten Notfall auch andere Optionen erwägen könnte. Und dieser Zeitpunkt scheint nun gekommen. Obama hat sich diese Entscheidung von großer Tragweite nicht leicht gemacht.”

(Romney droht Iran mit Militäreinsatz)
“Ein Hardliner, ein Falke war Romney schon immer. Jetzt spielt er mit dem Feuer, scheint bereit, die halbe Welt in den Abgrund zu reißen, indem er ohne Not den Konfrontationskurs Richtung Teheran verschärft. ,Sollte der Iran Israel angreifen, werden wir handeln’ tönt Romney in Nibelungentreue zu dem zänkischen Zwergstaat in Nahost. Dabei hat Präsident Achmadinedschad lediglich angekündigt, mit den eben entwickelten Atomwaffen das zionistische Regime schon bald Geschichte werden zu lassen. Eines ist nun offensichtlich: Romney ist ein wahrlich gefährlicher Mann. Möglicherweise gefährlicher noch als Guttenberg.”"



"Spiegel - Besser informiert."

1 Kommentar:

  1. Herrlich analysiert!
    Und es zeigt auf, wie unsere "Lieblinks-Blätter" manipulieren, was das Zeug hält. Und die tumbe Linke Masse jubelt und jubelt !!

    Das gute ist nur, dass weder Spiegel noch Süddeutsche mit ihren Manipulationsversuchen überhaupt keine Chance haben, das amerikanische Wahlergebnis in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Und das ärgert sie glaube ich am meisten.

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