Dienstag, 18. September 2012

Sensationelle Funde am Tempelberg in Jerusalem

In der Jüdischen Allgemeinen wird über eine Archäologentagung berichtet, die der Öffentlichkeit bis zu dreitausend Jahre alte Funde präsentierte. Ans Licht kamen diese Gegenstände beim Aussieben des Schutts, der beim Bau einer Treppe zu einer Moschee bei den "Ställen Salomos" am Tempelberg aufgeschüttet wurde. Auch die Gegend um den Tempelberg wurde untersucht und offenbarte den Historikern bis dahin unbekannte Erkenntnisse:

"[...] In Hunderten Lastwagenfuhren Schutt kamen kananäische Skarabäen, Götzenfiguren, 4.700 Münzen aus zwei Jahrtausenden und 370.000 farbige Fliesen- und Mosaiksteine zum Vorschein. Identische bunte  Steine hatten Archäologen in Palästen des Königs Herodes gefunden. So bestätigte Barkay erstmals einen Spruch aus dem Talmud, wonach Pilger vor 2.000 Jahren beim Besuch des Tempels den Eindruck erhielten, ein "buntes Wellenmeer" zu betreten. Hufeisen und 3.836 Nägel bestätigen, dass in "Salomos Ställen" tatsächlich Pferde standen. Einwandfrei datierbare 3.000 Jahre alte Scherben mit Löchern bestätigen biblische Berichte, wonach im Tempel des Salomo sakrale Geräte "markiert" wurden. [...]

[...] Ebenso entdeckte Shukron, dass die Klagemauer erst 20 Jahre nach dem Tod des Herodes gebaut worden sein muss. Für die Errichtung des monumentalen Walls mussten ältere, in den Fels gehauene Mikwen zugeschüttet werden, um der 30 Meter hohen und etwa drei Meter dicken Mauer ein stabiles Fundament zu bieten. Auf der Höhe des "Robinson-Bogens" fand Shukron in versiegelten Tauchbädern 33 Münzen aus dem Jahr 18, als Valerius Gratus römischer Gouverneur unter Kaiser Tiberius war. Damit war klar, dass der im Jahr 4 v.d.Z. verstorbene Herodes den Bau der Klagemauer nicht mehr erlebt hat.

Shukron erwähnte auch Funde, die schon weltweit Schlagzeilen gemacht haben, darunter ein goldenes Glöckchen, wie es mutmaßlich den Saum eines Priestergewandes geschmückt hat. Shukron hatte es im Abwasserkanal unter der Straße gefunden, die zum Tempel führte.
Ebenso hatte er dort ein gut erhaltenes Schwert mit lederner Scheide eines römischen Legionärs gefunden. Eine kuriose Entdeckung war auch der Fund eines Siegels aus dem Halbedelstein Lapislazuli mit einer althebräischen Inschrift: "Für Metanjahu..." Eine Kopie des Stempels befindet sich heute im Büro des Namensvetters dieser mehrfach in der Bibel erwähnten Person, wobei "Metanjahu" oder "Netanjahu" ins Deutsche übersetzt bedeutet: Gott hat gegeben."

1 Kommentar:

  1. Eine Umfangreiche Ausgrabung auf dem Tempelberg, im Rahmen einer grundsätzlichen Sanierung des Felsendomes und der Al Aksa Moschee, wäre wohl im höchsten Maße erhellend und überraschend aber leider völlig unwahrscheinlich.

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