Dienstag, 9. Oktober 2012

Nobelpreis für Erfolg mit adulten Stammzellen!

Nachdem immer wieder in den Medien die embrionale Stammzellenforschung als die einzig medizinische Lösung par excellance hochgehalten worden ist (und die katholische Kirche für ihre Kritik ordentlich "Schelte" einstecken musste), war es jetzt zwei Forschern gelungen, nachzuweisen, dass auch adulte Stammzellen (Körperzellen von Erwachsenen) alle nötigen Informationen für die Züchtung neuer Körperzellen enthalten:


"[...] Die beiden Forscher zeigten, dass normale Körperzellen in einen pluripotenten Zustand versetzt werden können. Pluripotenz ist die Fähigkeit, sich in jeden Zelltyp entwickeln zu können.
Die Grundlagen dafür legte John Gurdon (geboren 1933) von der Universität Cambridge bereits 1962. In einem klassischen Experiment bewies er damals, dass die Spezialisierung von Körperzellen umkehrbar ist. Er ersetzte den unreifen Zellkern einer Froscheizelle durch den Kern einer reifen Darmzelle; aus der Eizelle konnte sich eine normale Kaulquappe entwickeln.
Die Erbsubstanz der erwachsenen Körperzelle hatte also offensichtlich alle Informationen enthalten, die nötig waren, um alle Zellen des Frosches zu entwickeln. Er wies damit erstmals nach, dass das Klonen von adulten Zellkernen möglich ist. Heute zählt diese Technik zum Standardrepertoire von Klonexperimenten.
Auf diesen Arbeiten aufbauend zeigte Shinya Yamanaka (geboren 1962) von der Kyoto-Universität in Japan mehr als 40 Jahre später, wie sich erwachsene Körperzellen zu Stammzellen - also noch nicht spezialisierten Zellen - umprogrammieren lassen. 2006 zeigte er die richtige Rezeptur: Die Zugabe von nur vier Extragenen reicht demzufolge aus, um die dann "induziert pluripotent" genannten Stammzellen zu erzeugen. [...]"


Was haben wir daraus gelernt?
[Inspiriert von Herrn Alipius]

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