Montag, 1. Oktober 2012

"Obamacare im Praxistest: Millionenstrafe für katholisches Unternehmen"

Wenn man sich nicht entscheiden kann...

... muss man halt gezwungen werden. 


kath.net berichtet:

"Das US-amerikanische katholische Familienunternehmen „Hercules“ muss seinen Angestellten entweder Verhütungsmittel, Sterilisation und abtreibungsinduzierende Medikamente unentgeltlich anbieten oder eine Strafe bezahlen. Das entschied das US-Justizministerium vor wenigen Tagen in seiner Revision einer einstweiligen Verfügung, die „Hercules“ Ende Juli hatte erwirken können. „Hercules“, ein 1962 gegründetes katholisches Familienunternehmen, das Heizungen und Klimaanlagen herstellt und heute 265 Mitarbeiter beschäftigt, argumentierte, dass man nicht gezwungen werden darf gegen sein Gewissen zu handeln, das widerspräche der amerikanischen Verfassung. In der Begründung der Revision durch das Justizministerium hieß es: „Ein Urteilsspruch kann die Obama Verwaltung nicht daran hindern ein Katholisches Familienunternehmen zu bestrafen, wenn dieses sich weigert den Auflagen des neuen Gesundheitsgesetztes nachzukommen.“

Hercules hatte die US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius verklagt, das neue Gesetz verletzte den gemeinsamen katholischen Glauben. Das Unternehmen muss nun Millionen US-Dollars aufbringen, um die Strafe zu zahlen. viele Mitarbeiter verlieren dadurch ihre Stellen. Matt Bowman, Chefberater der „Alliance Defending Freedom“ bemerkte dazu: „Das Justizministerium vertritt mit diesem Urteil eine klare Botschaft. Familien sollen gezwungen werden ihren Glauben aufzugeben damit sie ihren Unterhalt bestreiten können. Das ist das Gegenteil von religiöser Freiheit.“ 

Die Anwälte des Regierung der USA sehen dagegen in dem neuen Gesundheits-Gesetz eine Notwendigkeit, um die Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten und um die Gesundheit von Frauen und Kinder zu verbessern. 

Maureen Ferguson und Ashley McGuire von der „Katholischen Vereinigung“ bemerken hierzu: „Am Tage des Berufungsverfahrens sprach Präsident Obama vor der UNO über die Religiöse Freiheit. Zur gleichen Zeit verweigerte das US-Justizministerium einem kleinen Unternehmen diese Freiheit. Der Glaube darf demnach nur am Sonntag in den vier Wänden der Kirche praktiziert werden. Aber nicht unter der Woche.“ [...]"


Könnte also schon eine interessante Wahl dieses Jahr werden. Vor allem weil bei den Amerikanern Alltag, Religion und Politik enger miteinander verflochten zu sein scheinen als bei uns.

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