Donnerstag, 15. November 2012

Neues vom "Unterwäsche-Club". Oder: Don Camillo auf Ukrainisch

Pussies machen Schule: Nachdem schon im August "Pussy-Riot"-Sympathisanten den Kölner Dom stürmten, versuchte deren männliches Gegenstück "Dick Revolt" in Kiew ebenfalls einen Protest. Sie haben aber nicht mit dem schlagkräftigen Priester gerechnet:

"[...] Ganz ihrem Vorbild entsprechend wollten auch sie in der Kirche ein Punk-„Gebet“ gegen den Staatspräsidenten loswerden. Richtete sich der Protest von Pussy Riot gegen Rußlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin, wollten Dick Revolt mit demselben blasphemischen Akt unter Austausch des Namens gegen den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch protestieren.
In der Ukraine, durch die antikirchlichen Angriffe der vergangenen Monate vorgewarnt, reagierte der örtliche Priester jedoch umgehend. Als die Gruppe von ihrem Vorhaben nicht ablassen wollte, prügelte Pater Wassili sie zur Kirche hinaus und übergab sie der Polizei. Bei einer Begegnung, die kurz darauf auf der Polizeistation stattfand, las der Priester den Jugendlichen die Leviten, zog dann die Anzeige gegen sie zurück, was ihre sofortige Freilassung ermöglichte, und forderte sie auf, künftig „Besseres“ zu tun.
„Seit zwei Jahren spielen wir Punk Rock. Berühmt sind wir aber nicht geworden. Ein Freund erzählte uns von Pussy Riot und wie sie weltbekannt wurden. Da haben wir beschlossen, ihren Erfolg nachzuahmen. Wir haben den Namen der Band in Dick Revolt geändert, Frauenstrumpfhosen gekauft und wollten, unser erster Auftritt, in einer Kirche spielen. Aber plötzlich war da ein Priester mit einem Weihrauchfaß in der Hand. Seit langem haben wir nicht soviel Prügel bekommen“, gestand Tolonnikovsky, ein Bandmitglied, der sogar den Namen des Pussy Riot-Mitglieds Nadhedza Tolokonnikova nachahmte.
Pater Wassili erklärte, gerade die Kerzen in der Kirche ausgelöscht zu haben, als er „seltsame Gestalten“ in die Kirche eindringen sah. „Ich habe gedacht, das sind Diebe und rannte, um die heiligen Gegenstände zu beschützen“. [...]"



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen