Montag, 3. Februar 2014

"Verdammter Sex"?


Nein, liebe Spiegel-Redaktion. Das stammt nicht aus dem Vatikan. Sondern von den Katharern.

"[...] Die Sexualität (auch in der Ehe) war verwerflich und unrein. Es galt schon als Sünde, eine Frau mit sexueller Begierde anzuschauen - selbst wenn man mit dem Objekt der Begierde verheiratet war. Die Katharer standen jeder Art von Sexualität feindlich und ablehnend gegenüber. Zeugung und Geburt galten als Widerwärtiges. Es sei besser, sich von seiner Ehefrau zu trennen und enthaltsam zu leben. Ehemänner und Ehefrauen sollten sich nur platonisch, wie Brüder und Schwester lieben.
Während die Katholische Kirche in der Ehe ein Mittel sieht, die Sexualität in den Griff zu bekommen und ihre negativen Auswüchse einzudämmen, sahen die Katharer auch in der Ehe einen Ort des Lasters und der Sünde. [...]" [Quelle]

Das seltsamste an der ganzen Geschichte ist gerade auch die Sache, dass die Katharer in den weitesten Kreisen als moralische Saubermänner und reine und sich liebende Urchristen gelten. Auch trotz gelegentlicher Aggressionen, die auch heute noch in der ein oder anderen sympathisierenden Gruppe weitergepflegt werden (und ich gehe mal davon aus, der geneigte Leser weiß, um wen es sich hier speziell handelt) und ansonsten unter dem Teppich verschwinden.

[EDIT: Der deutsche Qualitätsjournalismus hat wieder mal ein neues Rekordniveau erreicht...]

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