Freitag, 18. April 2014

Der Dalai Lama und der Kontrast zu Christus

Wie schon im gestrigen Artikel erwähnt: Trotz seiner anscheinenden "Gewaltlosigkeit" und "Freiheit von jeglichem Leid", den viele dem Christentume vorziehen, neigt der Buddhismus stark zum existenziellen Suizid, wie es der Dalai Lama im Hinblick auf seinen Besuch in Hamburg dargelegt hat:

Der Dalai Lama vertritt da wieder die buddhistische Auffassung vom Loslassen des Ich. Das Ich müsse zugunsten aller Lebewesen aufgegeben werden: „Wenn wir als Menschen nicht in der Lage sind, unser Potenzial in heilsamer Weise zu nutzen, denke ich, wäre es für uns besser, gar nicht zu existieren. Dann könnten zumindest die anderen Lebewesen harmonischer leben.“ 

Der Dalai Lama will also selbst im Heilsgeschehen Regie führen und die Menschen zugunsten der Tiere und Pflanzen lieber beseitigen. „Manchmal denke ich: Wenn wir mit einem solch zerstörerischen Lebensstil fortfahren, sollten wir beten: „Hoffentlich geht dieses menschliche Leben bald zuende.“ 

Als einzigen Ausweg nennt der Dalai Lama dann natürlich doch den Buddhismus, der den Sinn habe, alle fühlenden Wesen zur Erleuchtung zu bringen. Also fordert der Dalai Lama die Alternative zwischen dem Buddhismus und dem Ende der Menschheit. Das ist skandalös, misst man ihn an seinen eigenen Zielen von „Gewaltlosigkeit, Toleranz und Vergebung“.

Der Ich-freie Zustand soll nach der Lehre des Dalai Lama in ein leidloses Leben führen: „Wir werden schrittweise einen Zustand erreichen, in dem wir völlig frei von unangenehmen Empfindungen sind; wir werden die Befreiung aus dem Daseinskreislauf erreichen.“ Das ist alles andere als die Gegenwart des Kreuzes. 

Der Buddhismus will gerade die Leiderfahrung beiseiteschieben, zumindest in den Worten des Dalai Lama. Das setzt eine gesunde Konstitution voraus, die nicht an körperliches Leid denken lässt. 

Dass der Buddhismus damit in Richtung einer mehr schwammigen"Ethik" marschieren will, macht die Sache ebenfalls nicht besser. Und zeigt tatsächlich, wie es einer Religion ergehen kann, die sich komplett den subjektiven Bedürfnissen öffnet - was auch derzeit viele vehement vom Christentum verlangen.


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