Mittwoch, 2. April 2014

Gelbe und goldene Rosen. "Ein Triumph katholischer Schöpfungsfreude!"

"Am 4. Fastensonntag dem 30. März, gab es in Maria Vesperbild etwas einmaliges, nämlich die feierliche Segnung von gelben Rosen." 

Gepostet von Wilhelm Imkamp auf Facebook:

"Heute ist Halbzeit in der österlichen Bußzeit, wir haben die Hälfte hinter uns, wie ist der Spielstand, wo stehen wir? Und jetzt kommt das "Coaching" der Kirche am heutigen Sonntag, und was sagt sie uns?
Das erste Wort, das wir heute hören, ist "laetare", freue dich! Das Violett der Buße wird durch das Rosa des heutigen Sonntags ersetzt. Halbzeit der Fastenzeit ist der Sonntag der Freude. Im Mittelalter trug an diesem Sonntag der Papst feierlich eine goldenen Rose zur Stationskirche des heutigen Tages Santa Croce in Gerusalemme.

Diese Rose war innen mit Balsam und Moschus gefüllt. Sie wurde vom Papst feierlich gesegnet und dann einem bedeutenden Politiker, häufig auch bedeutenden Frauen übersandt. 1635 bekam sie die Verlobte des bayrischen Kurfürsten Maximilian, Maria Anna von Österreich, die Tochter Kaiser Ferdinands II.: Eine Rose für Bayern in schwerer Zeit! Im Jahre 1759 erhält zum letzten Mal ein Mann diese Rose, danach nur noch Frauen.

Papst Innozenz_III. (1198-1216), einem der größten Päpste, verdanken wir die wohl schönste Predigt über diesen liebenswerten Brauch. In einer Zeit, die von "aufklärerischen Geistersehern" als finster und leibfeindlich bezeichnet wird, trägt der erste Mann der Kirche ein Parfümfläschchen im Design einer Rose vor das wirkliche Kreuz unseres Herrn und segnet es feierlich. Ein Triumph katholischer Schöpfungsfreude! Freude am Schönen, "Trost in der Trübsal dieser Zeit", ein kräftiger Aperitif zur Einstimmung auf Ostern!

Freude ist das Geheimnis des richtigen "Coachings": Wir können keine Rosen regnen lassen, schon gar keine goldenen, aber eine Rose schenken, das ginge doch, vielleicht ein wenig Parfüm dazu. Machen Sie Ihre Liebe sichtbar, die zweite Halbzeit beginnt gleich! Das Coaching ist ein Aperitif für Ostern, und vielleicht braucht es zur richtigen Schöpfungsfreude ja noch eine kräftige Massage, die bekommen Sie im Beichtstuhl. Die Kirche meint es ganz ernst mit der Freude."


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen