Samstag, 10. Mai 2014

Freiburger Spezialitäten

Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus Deutschlands zweitgrößtem (und zugleich peinlichstem) Bistum. Nach Augsburg und Speyer wurden Kollekten für die Initiativen 1000plus und Pro Femina e.V. untersagt. Was man im württembergischen Nachbarbistum eigentlich anders sieht

Im Amtsblatt der Erzdiözese Freiburg vom 7. Mai heißt es dazu: „In den letzten Monaten tritt der Verein ,Pro Femina e.V.‘ mit Sitz in Heidelberg vermehrt an katholische Pfarrämter heran und bittet darum, Aktionen zugunsten des ungeborenen Lebens im oder außerhalb des Gottesdienstes durchzuführen. Es ist festzuhalten, dass es sich bei ,Pro Femina e.V.‘ um eine private Initiative handelt, die weder staatlich noch kirchlich anerkannt ist. Nach unseren Informationen unterhält der Verein auch kein eigenes Beratungsnetz für schwangere Frauen. Wir raten davon ab, ,Pro Femina e.V.‘ durch die Kirchengemeinden zu unterstützen, zumal wir bei unseren Ortscaritasverbänden und den Ortsvereinen des Sozialdienstes kath. Frauen ein eigenes Beratungsangebot haben, auf das unsere kirchlichen Stellen zurückgreifen können.“ 
Fast schon bedrohlich für Pfarrer in Freiburg wirkt dann aber diese Passage: "Wir machen weiterhin darauf aufmerksam, dass Pfarrer persönlich in Regress genommen werden können, falls sie Spenden von Kirchenmitgliedern oder Kollektenmittel der Kirchengemeinde der Aktion ,Pro Femina e.V.‘ zuwenden."

Ach ja. "Weder staatlich noch kirchlich anerkannt". Auf kirchlich-diözesaner Ebene funktionieren die Aktionen mehr schlecht als recht (und wieder ist da diese heimliche geistige Versuchung, zu den Piussen zu wechseln...). Und zu "staatlich anerkannt" will ich mal gar nichts sagen.



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