Freitag, 16. Mai 2014

Von wegen katholische Hinterwäldler: Maria Gaetana Agnesi



Zum heutigen 296. Geburtstag der italienischen Mathematikerin Maria Gaetana Agnesi hat Google ein besonderes Doodle angefertigt.

Wenn man sich jedoch näher mit dieser Frau, die in der Wikipedia-Einleitung neutral als "Philanthropin" bezeichnet wird, auseinandersetzt, erkennt man schnell das eigentlich typisch umfassende Betätigungsfeld von Wissenschaft, Theorie, Philosophie und Gottes- und Nächstenliebe, das viele Katholiken, die damals in der Naturwissenschaft tätig waren (u.a. auch Niels Stensen), auszeichnete:


[...] Agnesi widmete ihr Buch Kaiserin Maria Theresia. Von Papst Benedikt XIV. wurde sie 1748 zur Professorin der Universität Bologna ernannt. Sie hat dort jedoch nie gelehrt, obwohl ihre bekannte Zeitgenossin, die Physikerin Laura Bassi, sie mehrmals darum bat.

Als Maria Agnesi 34 Jahre alt war, starb ihr Vater. Fortan gab sie die Wissenschaft zugunsten ihres Glaubens und karitativer Aktivitäten auf. Sie studierte katholische Theologie und kümmerte sich um Arme und Kranke. Zunächst lebte sie noch im Hause ihrer Eltern, später mietete sie ein Haus, wo sie Obdachlosen Unterkunft gewährte.

1771 übernahm sie die Leitung eines Altenheims für Frauen. 28 Jahre lang widmete sie sich dieser Einrichtung, die im Jahre ihres Todes 450 Bewohnerinnen beherbergte. [...]


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