Samstag, 23. August 2014

Dawkins-Perlen


Ich bin persönlich der Meinung, dass es nach den Franziskus-Perlen auf kath.net auch andere Sammlungen von Rede-Perlen geben sollte. Von "Atheisten-Papst" Richard Dawkins besipielsweise.

Neben seinem cholerischen "Gotteswahn" (hab nach ca. Zwanzig Seiten mit Lesen aufgehört, weil das nach einer bestimmten Zeit für Nicht-Fanboys einfach unausstehlich wird) gibt er auch eine Reihe leichtere Kostbarkeiten seines unglaublichen Intellektes, der sogar im Stande ist, sich selbst zu widersprechen und es nicht einmal zu merken - so intellektuell ist er.

Derzeit sorgt er für Aufregung bei Pro-Life-Aktivisten, weil er der Meinung ist, dass es die "moralische Pflicht" von Eltern sei, ein Kind mit Down-Syndrom abzutreiben. Es sei "unmoralisch" diese Kinder am Leben zu lassen auf die Welt zu bringen, da diese doch so viel Leid ausgesetzt seien. Und das hat einen Grund, nämlich um "Leid zu vermeiden, wo immer es möglich ist".

Wessen Leid, bleibt hier leider offen, denn nach einer jüngsten Studie seien 99% der Betroffenen glücklich, 99% werden von ihren Eltern geliebt und 97% von deren Eltern seien sogar stolz auf sie.
Doch Dawkins ist nun mal härter als Mr. Spock, wie er in einer Gegendarstellung ("Apology") zeigt:

Those who took offence because they know and love a person with Down Syndrome, and who thought I was saying that their loved one had no right to exist. I have sympathy for this emotional point, but it is an emotional one not a logical one.

[Für diejenigen, die sich beleidigt fühlen, weil sie eine Person mit Down-Syndrom kennen und lieben und dachten, ich hätte gesagt, dass ihre Geliebten nicht das Recht hätten zu existieren: Ich habe Sympathie für diesen emotionalen Standpunkt, aber es handelt sich dabei um einen emotionalen, nicht um einen logischen (sic!).]

Doch das ist nicht die einzige hochintellektuelle Perle, die Professor Dawkins persönlich stammt, der in Deutschland 2007 mit dem Karlheinz Deschner-Preis ausgezeichnet, 2013 vom Magazin Prospect als einer der weltweit wichtigsten Denker bezeichnet wurde und dem sogar eine eigene Stiftung gewidmet ist.

Nein, erst letztes Jahr legte er ein Glanzstück an Paradoxie auf die Bühne, zu dem nicht mal Prinz Paradoxon (aka Oscar Wilde) selbst fähig gewesen wäre [kurze Pause, um Luft zu holen, um dieses große Meisterstück menschlicher Intelligenz in die eigenen erbärmlichen Worte eines vor dieser Aufgeklärtheit unwürdigen und verblendeten Katholiken und Ratzinger-Verehrers zu fassen, der sich als Buße für diesen Frevel kurz nach Aussprache dieser hochgeistigen Worte bis auf Blut selbst geißeln wird mit einer Neunschwänzigen Katze, die aus neun Katzen besteht]:
Er, der davon spricht, dass "Religöse Erziehung schlimmer als körperliche Vergewaltigung" sei und den Papst wegen den Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche wegen "crime against humanity" ernsthaft auf dessen Großbritannienbesuch festnehmen lassen wollte, war (und ist?) ernsthaft für eine Einführung von "milder Pädophilie":

“I am very conscious that you can’t condemn people of an earlier era by the standards of ours. Just as we don’t look back at the 18th and 19th centuries and condemn people for racism in the same way as we would condemn a modern person for racism, I look back a few decades to my childhood and see things like caning, like mild pedophilia, and can’t find it in me to condemn it by the same standards as I or anyone would today.”




Außer der Sache, dass mir an der Stelle schon wieder rein zufällig Abradolf in den Sinn kommt, wäre zum Abschluss dieses ganz normalen Pandämoniums der Postmoderne ein passendes Zitat von G. K. Chesterton zu nennen:

"Verrückt ist nicht derjenige, der seinen Verstand verloren hat. Verrückt ist derjenige, der alles AUSSER seinem Verstand verloren hat."

Wäre da nicht noch Gomez Davila, der im Hinblick darauf, dass solche Leute wie Dawkins ganz offen in den Medien nach allen Künsten kandiert und versüßt werden, folgender Meinung war:

"Dass jemand ein Intellektueller ist bedeutet nicht, dass er auch intelligent ist. Er kennt sich nur gut mit den vorherrschenden Meinungen aus."


1 Kommentar:

  1. Au weia! Dass man heute so etwas schreiben kann, ohne zu lügen ... Schade!
    Mir wäre es lieber, das wäre eine erfundene Story ...

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