Mittwoch, 17. September 2014

Tod in Belgien 2: Leichenschauhaus statt Therapie



Vor nicht allzu langer Zeit hat die Regierung einer unserer Landesnachbarn (aus Rücksicht auf das diesjährige historische Gedenken werde ich natürlich nicht verraten, dass es sich um Belgien handelt) mit der  Legalisierung der Euthanasie für Kinder bei uns für landesweites Entsetzen gesorgt.

Für alle Freunde des schlechten Geschmacks und der fehlenden Moral ist sie nun wieder zurück.

Die gerichtlich genehmigte Sterbehilfe an einem Sexualstraftäter in Belgien stößt in Deutschland auf scharfe Kritik. Der 52-Jährige, der wegen mehrfacher Vergewaltigung und Mordes seit 30 Jahren inhaftiert ist, will seinem Leben wegen „unerträglicher psychischer Qualen“ ein Ende setzen. Er hatte zunächst wegen „unmenschlicher“ Haftbedingungen einen Antrag gestellt, in ein niederländisches Gefängnis verlegt und dort behandelt zu werden. Die belgische Justiz lehnte dies jedoch ab. In Belgien gibt es keine entsprechende Therapiemöglichkeit für ihn. Jetzt darf der Häftling mit ärztlicher Hilfe in einem Krankenhaus aus dem Leben scheiden. [...]


1 Kommentar:

  1. Alleine schon die Sprachwal z.B. im Video beim Handelsblatt wirkt irgendwie verstörend:
    „…war zunächst nicht klar wann van den Bleekens Tod in einem Krankenhaus eingeleitet wird…“
    Das hört sich an, als sei das Abmurksen ein normaler Vorgang in einem Krankenhaus, der dann hinterher über Schlüsselziffer 666 mit der Krankenkasse abgerechnet werden kann.

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