Mittwoch, 15. Oktober 2014

Bildungsplan 2015: Was uns erwarten könnte

Nur in Baden-Württemberg ist der sogenannten Vielfalt ein herber Dämpfer verpasst worden. Bernd Saur vom Deutschen Philologenverband freut sich, dass Eltern und Lehrer gemeinsam diese Art der Aufklärung abwenden konnten. In den Leitlinien zum Bildungsplan, der auf 2016 verschoben wurde, stehen Ehe u6nd Familie wieder vorne. Saur hat auch die Kinder dazu gefragt. Bei den Fünftklässlern, Saur nennt sie „Fünferle“, kam er nach dem Biologie-Unterricht ins Klassenzimmer. „Was habt ihr gerade gehabt?“, fragte er. „Sexualkunde“, sagten die Kinder. Ein Mädchen fügte hinzu: „Wir haben das alles gelernt, aber brauchen tun wir es erst später.“


Noch einmal zum baden-württembergischen Bildungsplan 2015, gegen den am Sonntag in Stuttgart demonstriert wird: In Nordrhein-Westfalen stellt man sich ebenfalls darauf um, unterstützt vom Familienministerium und Pro Familia. Eltern und Kinderschützer schlagen inzwischen Alarm, wie die FAZ berichtet. Besonders im Hinblick darauf, dass das Ganze fächerübergreifend stattfinden soll - und zwar so, dass jedem Kind die Normalität dieser gekünstelten Realität ¨klar wird¨.

[...] Wiedenroth hat sich ein neues Mathebuch angeschaut. Darin ist ein Haus eingezeichnet, in dem zwei Frauen wohnen, die bisexuell leben und ein Kind adoptiert haben. Dazu gibt es eine Textaufgabe. In dem Buch sind noch andere Häuser, erzählt Wiedenroth. In keinem davon wohnen Vater, Mutter, Kind.

Kein Wunder, denn manche Gruppierungen finden, dieses Familienbild sei „von vorgestern“. In der Einladung der den Grünen nahen niedersächsischen Stiftung „Leben und Umwelt“ zur Fachtagung „Homosexualität und Heteronormativität in Schulbüchern“ heißt es: „Diese Dominanz des hergebrachten Familienbilds wirkt umso unverständlicher, als die ehemalige Privatangelegenheit des sexuellen Begehrens inzwischen täglich öffentlich verhandelt wird.“ Also raus damit, am besten gleich in der Schule. Doch längst nicht alle schwulen und lesbischen Eltern würden hier zustimmen. [...] 


Man beachte an dieser Stelle: Die baden-württembergische Landesregierung setzt sich auch für eine Abschaffung des Faches Biologie ein. Was ebenfalls bei Experten für Unverständnis sorgte.


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