Montag, 24. November 2014

"Sicherheitsprobleme". Cis, cis, cis...

Ich frage mich längst nicht mehr, was die Gründe für manche halbwerts politisch-korrekten Diskussionen ist. Ich frage mich eher, warum mein Hinterkopf ständig "Ich tu dir weh" von Rammstein abspielt, wenn ich solche Berichte lese.

In der berühmten Universitätsstadt Oxford soll eine neutrale Diskussion zum Thema "Einfluss der Abtreibungspraxis in Großbritannien auf die Gesellschaft als Ganzes" geführt werden. Was jetzt nach Aussage der Collegeleitung zu "Sicherheitsrisiken" führte.

[...] Kein Grund für Hysterie, sollte man meinen. Oder eben doch, zumindest für eine Gruppe von Feministinnen, die sich auf Facebook unter dem Namen Oxrev Fems formierte. Stein des Anstoßes war für sie, dass mit den beiden Journalisten zwei „Cis“-Männer die Debatte führen würden. Dem unbedarften Leser sei erklärt, dass sich hinter den „Cis“-Männern all jene Männer verbergen, die sich auch als solche fühlen. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht!

Es sei „absurd“, dass sich diese Männer darüber äußern, was „Menschen mit Gebärmüttern“ mit ihren Körpern machten, ließ auch die Women’s Campaign (WomCam) in einer Stellungnahme verkünden. Sie forderten nicht nur eine Entschuldigung von OSFL, sondern riefen auch dazu auf, die Veranstaltung mit „non-destructive but oh so disruptive instruments“ zu stören. Was man sich darunter genau vorstellen darf, bleibt im Dunkeln, da die College Censors von Christ Church – so tatsächlich der sprechende Name – entschieden, die Debatte vorsorglich wegen „möglicher Sicherheitsprobleme“ zu canceln. [...]


An der Stelle sollte man sich eigentlich fragen, wann man endlich mal zugibt, dass es gewisse extremistische Probleme mit Pro-Gendern gibt und Wilhelm Reich mit seinem Slogan "Mit Sex gegen Faschismus" nicht so wirklich Recht hatte.

Wird man aber nicht. Das wäre ja intolerant und würde für einen "Rechtsruck in der Mitte der Gesellschaft" sorgen. 


[EDIT: Der Irrsinn hat auch schon längst deutsche Universitäten erreicht.]

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