Mittwoch, 17. Dezember 2014

Total Relativism. Oder: Es wird wieder mal Zeit für "Angry Till".

Wenn der hier ein kirchlich anerkannter Theologe sein soll, würde ich gerne wissen, was ein "nicht kirchlich anerkannter" Theologe sein soll. Oder ein Häretiker Schismatiker Modernist Relativist jemand, der "anders" denkt.

[...] Wie sieht nun die für unsere Zeit gültige Theologie aus? Striet geht von einem Gott aus, „der Menschen zur Freiheit ermutigt“, „der Freiheit will“. Wer diese Vorstellung aber auf konkrete Fragen anwende, werde von der „Amtskirche“ sofort zurückgepfiffen. Dies sei „Anpassung an den Zeitgeist“, „gegen die göttliche Schöpfungsordnung“ oder „Diktatur des Relativismus“. Der Theologe wirft der Kirche vor, sie habe noch immer nicht gelernt, was Freiheit (heute) sei. Freiheit bedeute, „sich selbst ein Gesetz zu sein und nicht auf etwas Vorgeordnetes schielen zu dürfen. Aber auch nicht zu müssen.“ Striet bleibt hier seiner Linie treu und übernimmt den emanzipatorischen Freiheitsbegriff der Moderne. Neuzeit und Moderne sind unter anderem durch das stetige Bemühen gekennzeichnet, sich von den Einschränkungen der Natur und der Gesellschaft zu befreien. Diese Haltung hat den technischen Fortschritt mit all seinen Vor- und Nachteilen ermöglicht. Gesellschaftlich hat die Emanzipation die Demokratie und die wirtschaftliche Freiheit gebracht, die für viele heute selbstverständlich sind. Je weiter links die Ideologie, desto radikaler waren und sind die Forderungen nach Emanzipation. Die letzte Spielart ist die Gender-Ideologie, die den Menschen angeblich von seinem vorgegebenen Geschlecht „befreien“ will. [...]

[...] Die sakramentale Ehe erfährt bei Striet eine Neudefinition. Die „Unauflöslichkeit der Ehe“ sei jedenfalls der falsche Ansatzpunkt, weil sie ein „verrechtlichtes und deshalb falsches Verständnis“ dessen zeige, was sakramental bedeute. Das Wesen einer Partnerschaft besteht führ ihn darin, sich frei, verantwortungs- und liebevoll füreinander zu entscheiden. Das könnten auch Homosexuelle. Wenn Menschen eine Beziehung dieser Art „in den Horizont ‚Gott’ stellen“, dann geschehe, was der Begriff „sakramental“ zu beschreiben versuche.

Vom Sakrament, wie es die Kirche versteht, bleibt da nicht mehr viel übrig. Ein Christ ist dazu aufgerufen, sein ganzes Leben in den „Horizont Gott“ zu stellen. Das macht nicht jede Handlung gleich zum Sakrament. Im Sakrament bewirkt Gott, was es bezeichnet. Er macht Mann und Frau zum Ehepaar und begleitet die beiden. Deshalb heißt es bei der katholischen Trauung auch: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Bei Striet hingegen bleibt die Ehe im Wesentlichen eine rein menschliche Angelegenheit. Und alles was Menschen verantworten, sei begrenzt, fährt er fort. Das zeige sich am biologischen Tod. Doch es gebe auch den Tod davor, den „Tod von Möglichkeit“, schreibt er. Wenn das Eheversprechen also gültig sei, „bis der Tod uns scheidet“, dann könne das bis zum „Tod vor dem biologischen Tod“ gelten. Auch wenn Scheitern niemals schön sei, müsse man es als Teil des Lebens anerkennen.
[...]

Dazu mal meinerseits ein ganz klares...


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