Donnerstag, 26. Februar 2015

Krummstäbe und Artztaschen: Besondere Mode um die Zeit Karls des Großen

Auf dem Blog von Pater Recktenwald FSSP (Einrag 25. Februar, Permalink wird eingestellt, wenn freigeschaltet) findet man einen Artikel über die Seefahrt des irischen Abtes Brendan. Ein Abschnitt davon erwähnt eine eventuelle Erstbesiedelung Islands vor den Wikingern:

[...] Als die Wikinger um 870 Island erreichten, fanden sie noch Hinterlassenschaften der irischen Mönche vor, wie Snorri Sturluson im isländischen „Landnamabok“ berichtet:

“Mehr als 100 Jahre, bevor Island von Nordmännern besiedelt wurde, waren das Leute, die die Nordmänner Pappa nennen. Sie waren Christen, und man glaubt, dass sie von Westen übers Meer kamen, denn es fanden sich nach ihrem Weggang irische Bücher, Glocken und Krummstäbe und noch mehr Dinge, aus denen man sehen konnte, dass es Westleute waren. Man fand dies im Osten auf Papey und Papyli. Und in englischen Büchern wird erwähnt, dass in jener Zeit zwischen den Ländern Verkehr bestand.”
[...]

Krummstäbe? Da habe ich doch mal vor mehreren Jahren im Britischen Museum in London was ähnliches gesehen...


Wer sich mit keltischer Kunst auskennt, wird sicher starke stilistische und technische Ähnlichkeiten zur Saint Patrick´s Bell erkennen. Beide waren übrigens Gegenstände der Wiedererkennung, um Geistliche von der ähnlich angezogenen Landbevölkerung zu unterscheiden und zu identifizieren. So wie später bei der Soutane, die noch deutlicher aus der Masse hervorsticht.

Eine Abteilung weiter befand sich übrigens diese koptische Wandmalerei, die die beiden Brüder Cosmas und Damian in der damals landestypischen Bekleidung zeigt. Und was auffälliger ist: Mit Taschen. Ob speziell für Ärzte oder für den allgemeinen Gebrauch dürfte allerdings offen bleiben.

 


1 Kommentar:

  1. Ich darf mal auf den Livemitschnitt aus der Zeit hinweisen: https://www.youtube.com/watch?v=zLBiiusn_Es

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