Freitag, 6. Februar 2015

Wenn "Aufklärung" den Fortschritt verhindert

Anders, als beispielsweise der "Philosoph" Michael Schmidt-Salomon von der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung regelmäßig weismachen will, ist ein gewisser "Gruppenegoismus" nicht nur bei Religionen vertreten. Sieht man sich die Geschichte von Gregor Mendels Vererbungslehre an, dann merkt man, dass auch die "Aufgeklärtheit" einiger Wissenschaftler gewaltige Macken hat. Vor allem, wenn es sich beim Gegenüber um einen Geistlichen handelt.


[...] Noch im selben Jahr [1856] begann er acht Jahre lang im Klostergarten in Brünn mit der systematischen Erforschung der Vererbung bei Erbsen durch Kreuzungsexperimente. An der Beobachtung Tausender von Hybriden konnte er gesicherte Erkenntnisse gewinnen. Daraus gingen dieMendelschen Gesetze hervor, die heute aufgrund einiger entdeckter Abweichungen allgemein als Mendelsche Regeln bekannt sind. 1865 erstmals mündlich vorgetragen und im Jahr darauf im Druck veröffentlicht, blieben jedoch von der wissenschaftlichen Fachwelt unbeachtet. Er gehörte nicht wirklich dazu.

Vor allem kann Mendel als Gegenspieler von Charles Darwin bezeichnet werden. Mendels auf solider christlicher Anthropologie beruhendes Denken steht dem fortschrittgläubigen Denken der Darwinisten diametral entgegen. Er zeigte Gesetzmäßigkeiten auf. Das hat mit Schöpfung zu tun. Sie waren (und sind bis heute) überzeugt, daß der Mensch sich aus sich selbst heraus zu einem „höheren“ Wesen entwickle. Der vorherrschende Positivismus seiner Zeit wollte nur das Sichtbare und Greifbare zur Kenntnis nehmen. Damit konnte Mendel nicht dienen. Die von ihm entdeckten Gesetzmäßigkeiten wirken im Verborgenen.
[...]


[...] Kaum bekannt ist, daß George Orwell sein Buch „1984“ schrieb, nachdem er von der Unterwerfung der Wissenschaft durch totalitäre Regime erfuhr. Das Schicksal verschiedener Wissenschaftler hatte den britischen Schriftsteller berührt, konkret der Biologen und Genetiker Nikolai Wawilow, den die Sowjets 1943 im Gulag Saratow verhungern ließen, und N. Tulaikow und Gregorii Karpechenko, die wie Wawilow Mendels Genetik vertraten und dafür 1941 von den Kommunisten an die Wand gestellt und erschossen wurden.

Anhänger Mendels wurden in der Sowjetunion ihrer Lehrstühle beraubt, ausgegrenzt und sogar zum Tode verurteilt. Die Anklage gegen den „Vater der Genetik“ lautete: ein katholischer Priester gewesen zu sein und mit seinen Gesetzen einen „metaphysischen Aberglauben“ gelehrt zu haben. Für die realen Sozialisten ein todeswürdiger Vorwurf.



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