Freitag, 27. März 2015

"Der Wandel in der Gegenwart Gottes" von P. Walthard Zimmer FSSP


Auch im Gebetsleben kann man sich von kleineren Lockerungsübungen zum "Spitzensportler" hocharbeiten - und zwar mit einfachsten Übungen, wie Pater Zimmer von der Petrusbruderschaft zeigt.

[...] Wer den Wandel in der Gegenwart Gottes lernen will, wird sich zuerst bemühen, öfter am Tage an Gottes Gegenwart zu denken; sodann geht man dazu über, öfter in der Stunde an Gottes Gegenwart sich zu erinnern. Nach und nach lernt man, auch häufiger und länger in den Gedanken an Gottes Gegenwart sich zu versenken, bis schließlich infolge einer besonderen Gnade Gottes das Bewusstsein der Gegenwart Gottes andauernd wird.
Das beständige Bewusstsein der Gegenwart Gottes ist vergleichbar mit dem ständigen Bewusstsein von unserem Körper. Wir denken nicht ständig ausdrücklich: „Ich habe einen Körper, ich habe einen Kopf, zwei Hände und zwei Beine ...“ Aber – wir vergessen auch nie darauf, einen Körper zu besitzen! So wie eine Sekretärin, deren Chef in ihrem Büro gerade anwesend ist, nie darauf vergisst, dass sie nicht allein ist, so kann der Christ ein ständiges, latentes „Daseinsgefühl“ von der Gegenwart Gottes erlernen. Er denkt zwar nicht ununterbrochen ausdrücklich daran, dass Gott in seiner Seele gegenwärtig ist, aber er vergisst auch nie darauf und wird stünd­lich oder sogar jede Minute kurz daran denken, dass Gott bei ihm ist.
[...]


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