Donnerstag, 23. April 2015

Affen, Abtreibung und Menschenrechte

Nachdem Ester schon auf die eine Janusköpfigkeit hingewiesen hat, mache ich an der Stelle gleich weiter:

Die "Fortschreibung der Menschenrechte" hat neuen Aufwind bekommen: Zwei Schimpansen wurden vom Gericht die Menschenrechte in Bezug auf den Habeas Corpus Act zugesprochen. Begründung für dieses Urteil, das die Freilassung aus dem Forschungslabor der Universität von New York zur Folge hatte:

[...] Das nachgewiesene Selbstbewusstsein, die Fähigkeit zu denken, zu planen und zu fühlen – das alles sind Gründe, warum immer mehr Biologen, Philosophen und Tierrechtler fordern, den vier Großen Menschenaffen endlich (über)lebenswichtige Grundrechte zu geben. Dabei ist der Schimpanse unser nächster Verwandter, sein Erbgut gleicht dem menschlichen – je nach Analysemethode – bis zu 99,4 Prozent. [...]

Betrachtet man das ganze ein wenig genauer, sind das eigentlich auch Eigenschaften, die andererseits den Schutz von ungeborenem Leben als politisches Agendum rechtfertigen und geradezu einfordern. Trotzdem sind scheinbar die meisten dafür, dass Abtreibung, das Auslöschen dieses Lebens, ein Menschenrecht sei.

Das ändert jedoch nichts an der Sache, dass nach der Meinung von Tierrechtsaktivisten wohl als nächstes eher Elefanten, Delphine und Wale an der Reihe sind, unveräußerliche Rechte zu bekommen.

Gute Nacht, Abendland.


1 Kommentar:

  1. "Sich zum Affen machen" - bekommt damit eine neue Dimension.

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