Donnerstag, 30. April 2015

"Religionsfriede an Schulen": Stochs neuester Wurf

Um gegen religiöse Beschimpfungen an den Schulen vorzugehen, die in der letzten Zeit meist gegen Juden und Christen gerichtet wurde, hat man sich im Baden-Württembergischen Kultusministerium etwas ganz neues ausgedacht: Die Erklärung zum "Religionsfrieden an Schulen".

Bisher wurde diese Erklärung von Vertretern christlicher Konfessionen (also auch der orthodoxen), der Israelitischen Religionsgemeinschaft, sowie dem Zentrum für Islamische Theologie und der Alevitischen Gemeinde unterzeichnet. Sie sieht vor, dass bei Konflikten die Eltern zusammen mit dem entsprechenden Verein/Gemeinschaft, sowie einem Dolmetscher zu Rate gezogen werden sollen, um diese direkt bei und mit den Jugendlichen abzubauen.

Einziges Manko: Sunnitische Verbände wie die Ditib unterzeichneten diese Erklärung nicht, obwohl diese eben Zugänge zu den Jugendlichen hätten, die mit solchen Hassparolen immer wieder auffallen, wie es erst im Februar an einer Neu-Ulmer Grundschule der Fall war. Letztendlich bleibt also die Bringschuld bei denen hängen, die dabei am meisten auf die Mütze kriegen - wie eben die Juden und die Aleviten, die unter sunnitischen Muslimen als "Abtrünnige" angesehen werden.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen