Montag, 4. Mai 2015

"Homo-Ehen" existieren doch - irgendwie.

Den Eindruck macht wenigstens dieses Bild hier.

Am Samstag ließen der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann und sein Lebensgefährte Rolf Pfander in einer mehr als entsprechenden Feier in der Stuttgarter Schlosskirche vom altkatholischen Pfarrer Joachim Pfützner den Segen auf ihre Partnerschaft geben.

Was man bei der "offiziellen Kirche" davon denkt, dürfte schon bekannt sein:

[...] Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, hatte die Haltung der katholischen Kirche verteidigt: Einer Segnungsfeier in einer katholischen Kirche könne nicht zugestimmt werden, denn es bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass in der Öffentlichkeit der Unterschied zwischen einer Segnung homosexueller Paare und dem Ritus einer sakramentalen Trauung von Mann und Frau nicht wahrgenommen werde. Laut katholischer Kirche gehören zu einer Familie Mann und Frau. Homosexuelle Lebenspartnerschaften werden nicht anerkannt.

Womit Fürst praktisch recht hat. Es wird eine Hochzeitsfeier mit Priester Seelsorger Geistlichem in einer Kirche vollzogen mit allem Drum und Dran (auch mit Chor) - nur darf man es nicht "Hochzeit" nennen, weil man sich sonst mit den anderen Konfessionen überwerfen würde - neben den traditionellen Protestanten und Orthodoxen besonders mit der römisch-katholischen Kirche, die dieses rhetorische Hütchenspiel nicht akzeptiert.

Das war übrigens der Grund, weswegen Pfander der altkatholischen Gemeinde beigetreten ist. Kaufmann dagegen bleibt römisch-katholisch. Weil er "von innen heraus Veränderungen in der katholischen Kirche anstoßen will". Ob er sich vom Kirchenrecht gesehen her damit selbst exkommuniziert hat, müsste eigentlich offen bleiben - offen praktisierte Homosexualität schließt generell vom Kommunionsempfang aus, dazu kommen noch nach dem Codex Iuris Canonici die Teilnahme an einer "verbotenen Gottesdienstgemeinschaft" im engeren Sinne (Can. 1365) und im weitesten Sinne ein Anschlag auf die kirchlichen Einheit und Sittenlehre mit Hilfe der öffentlichen Kommunikationsmittel (Can. 1369).

Daher müsste hier eigentlich schon wieder Ende Gelände sein. Wenn nicht die Mainstream-Medien wären.


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